Ein Oldtimer für die Fürstenauer

Fürstenau. Im Rahmen des Festakts aus Anlass der Partnerschaft Fürstenau-Hohen Neuendorf schilderte Heinrich Brinkers, damals Orts-, heute Gemeindebrandmeister, seine Eindrücke beim ersten Besuch in Borgsdorf: „Die Zeit ist hier stehen geblieben“. Die Fürstenauer Feuerwehr sei damals sofort bereit gewesen, den Borgsdorfer Kameraden ein Fahrzeug zur Verfügung zustellen.

„Ganz Borgsdorf hat sich jetzt zu einem Ort mit besonderer Wohnqualität entwickelt“, betonte Brinkers weiter und streifte auch den regelmäßigen Austausch der Jugendfeuerwehren. Hier habe sich der Borgsdorfer Wehrführer Helmut Hennings verdient gemacht. Ihn ernannte auf Beschluss des Feuerwehrkommandos Fürstenau Ortsbrandmeister Ulrich Osterhage anschließend zum Ehrenmitglied der Feuerwehr Fürstenau.

Der Geehrte erinnerte an ein Erlebnis, das die Partnerschaft geprägt habe. Seinerzeit sei er unter Leitung des damaligen Ortsbrandmeisters von Borgsdorf, Uwe Striezel, in Fürstenau gewesen, und die Fürstenauer seien zu einem Brand gerufen worden.

Bürgermeister Reinhold Schröder habe sich um die Blauröcke aus dem Land Brandenburg gekümmert und ihnen die weiteren Feuerwehrhäuser in der Samtgemeinde gezeigt. „Wir kamen aus dem Staunen nicht heraus“, so Hennings, und betonte: „Wir sind stolz auf die Partnerschaft.“

Der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Oberhavel, Detlef Wilczweski, zeichnete Heinrich Brinkers im Auftrag des Präsidenten des Landesfeuerwehrverbandes Brandenburg mit dem Ehrenkreuz aus. „Die Partnerschaft zwischen den Feuerwehren in Borgsdorf und in Fürstenau ist im Land Brandenburg einzigartig“, betonte Wilczweski. Und dann erfolgte noch eine ganz besondere Überraschung. Die Gäste, nach draußen gebeten, hörten plötzlich den Klang eines außergewöhnlichen Martinshorns.

Begleitet von einer Motorradeskorte des MSC Fürstenau und zwei Polizeifahrzeugen, fuhr ein historisches Einsatzleitfahrzeug aus dem Land Brandenburg auf den Hof des Feuerwehrhauses. Die Borgsdorfer Feuerwehrleute hatten es komplett überholt. Jetzt gehört es zum Museumspark der Feuerwehr Fürstenau.

Quelle: http://www.noz.de
16.05.2011